Teil 3
Hiroshima, der erste Seetag und Kagoshima
Nach dem Schrecken wegen des verlorenen Passes zog es mich noch ein wenig schneller in die Bar als sonst. Allerdings hatte ich bei der Rückkehr an Bord doch auch noch ein erfreuliches Erlebnis. Bei der Handtaschendurchleuchtung wurde ich angewiesen, zur Seite zu gehen und auf eine gründlichere Besichtigung zu warten. Das fand ich gar nicht gut, aber bis ich die Handtasche vom Band gesammelt hatte, hatten die offenbar schon wieder vergessen, dass auf dem Bildschirm sich wohl etwas abgezeichnet hatte, was verdächtig nach 2 Flaschen Sake aussah…
Man scheuchte mich aus dem Weg, und mein Proviant erreichte unbehelligt de Kabine.
Ich habe noch kurz der Verabschiedungszeremonie am Kai zugeschaut, nachdem ich die Flaschen verstaut hatte und strebte dann zur Bar. Alexander, der Barkeeper wartete schon und fing gleich an, eine Margarita zu mixen, als er mich durch den Eingang kommen sah. Damit war ich gewappnet für einen ganz besonders lustigen Abend im Speisesaal. Nicht nur musste ich mir die üblichen Witzchen wegen unserer Asylpolitik anhören – selbst demokratische Amerikaner, oder die, die sich dafür halten, machen sich mit grösster Begeisterung über uns lustig -, viel schlimmer waren der Maître d‘ und der – mutmassliche – Chefkoch dran. Sie waren wieder einmal an den Tisch zitiert worden, um sich unsere Klagen anzuhören.

Mit einer Engelsgeduld…
Und nach dem Essen ging es zu den beiden Mädels mit der elektronischen Geige und dem elektronischen Cello, den Fiesta Strings. Allzu lange blieb allerdings keiner von uns, denn am nächsten Tag würden wir in Hiroshima sein – darauf waren wirklich alle sehr gespannt.

Die meisten Ausflüge, die für Hiroshima angeboten wurden, befassten sich natürlich mit Erinnerungen an die Bombe. Ausserdem gab es noch einen Ausflug mit dem Bullet Train zur Kintai-Brücke und einen nach Miyajima. Den hatte ich mir ausgesucht, denn von dieser Insel hatte ich schon viel gehört. Sie sollte bezaubernd sein. Und das war sie auch. Schon die Überfahrt an Unmengen von Austernbänken vorbei

und umgeben von enorm braven Schulkindern machte trotz des Nieselregens grossen Spass. Und je näher wir dem riesigen Tori kamen, desto neugieriger wurden wir.

Für diesen Ausflug hatte ich dieselbe Führerin wie am Vortag. Das war höchst erfreulich, denn von allen Führern, die ich bis dahin erlebt hatte, war sie mit Abstand die beste.
Nachdem die Fähre angelegt hatte, führte sie uns zunächst einmal zu einem grossen freien Platz und erklärte, was auf uns wartete: natürlich der Tori, und wir hatten Glück, denn es war Ebbe. Bei Flut kommt man nicht in die Nähe. Eine enorm ausgedehnte Tempelanlage, eine Pagode und dann – ja ein Bummel, bei dem wir unbeaufsichtigt bleiben sollten und die – sehr touristischen – Gässchen vom Tempel zur Anlagestelle erforschen könnten. Es gäbe dort auch Restaurants…
Weil, nämlich, der Ausflug beinhalte kein Mittagessen…

Zunächst zeigt sie uns noch eine Skulptur mit einem Loch in der Mitte, welches genau auf den grossen roten Tori ausgerichtet war, und natürlich fotografierten wir ihn alle, ohne Ausnahme, durch dieses Loch – er wirkte allerdings sehr winzig, was wir aber wohl alle erst später beim Ansehen der Fotos bemerkten.
Dann wanderten wir gemütlich am Wasser entlang, sahen Rikschas,


Touristen, das Meer, noch mehr Toris und Skulpturen und jede Menge überaus unverschämte Rehe. Die Viecher rissen den Umherwandernden ganz ungeniert alles aus der Hand, sogar Bücher und Stadtpläne. Und sie liessen sich das auch nicht mehr abnehmen – sie frassen einfach alles!

Eigentlich sollten wir als Gruppe zusammen bleiben, aber ich bitte euch, wie kann man gute Fotos machen, wenn man in einer Gruppe läuft. Und es war viel interessanter, zu schauen, welche Tiere in dem Priel lebten, der durch den Tori abfloss,
zu schätzen, wie hoch hier die Tiden sind (sehr hoch!) und zu versuchen, einen Moment zu erwischen, in dem die Füsse des Tori nicht von Menschenmassen umringt waren.

Und dann machte es auch mehr Spass, allein in der Tempelanlage herumzuwandern.

Und schliesslich, in den Gässchen, brauchte ich dann wirklich niemand mehr.

Es war Essenzeit, ich hatte Hunger und traf gelegentlich auf gleichfalls hungrige und leicht verunsicherte Mitglieder meiner Gruppe. Die Richtung, in der ich zuerst unterwegs war, bot essensmässig nichts sonderlich Interessantes, aber eine wunderbare Guanyin. Sie war perfekt!

Sie war so wunderschön, dass ich meinen Hunger total vergass. Sie war genau das, was ich suchte! Aber es war kein Preisschild dran. Also fragte ich den sehr alten Herrn, dem der Laden wohl gehörte, und er war ziemlich unfroh – die sei nicht zu verkaufen, das sei seine Guanyin und die gebe er nicht her. Ich kann ihn ja verstehen, ich hätte sie auch nicht mehr hergegeben, aber vielleicht dachte er auch nur, an so eine Touristin sei so viel Perfektion doch nur verschwendet. Wie sollte er wissen, dass ich seit vielen, vielen Jahren Buddhas sammle und nur eine einzige japanische Guanyin, die gemäss ostasiatischer Auffassung weibliche Inkarnation des Buddha, besass und dass die dringend Gesellschaft brauchte…
Schade, schade.
Enttäuscht kaufte ich ihm noch einen Papierfächer mit Hokusais Welle ab und erinnerte mich daran, dass ich hungrig war. Es gab sehr, sehr viele kleine Restaurants, Garküchen, Stände. An den meisten gab es Austern in jeder nur denkbaren Zubereitungsart,

aber ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich Austern nicht mag. Egal, wie sie zubereitet sind, egal, wie teuer und edel sie auch sein mögen – ich mag sie nicht! Das machte es etwas schwierig, denn für alles andere musste man sich irgendwo hineinsetzen, und es war Mittagszeit, das Frühstück lag nicht nur für mich schon lange zurück, die Restaurants waren gerammelt voll. Aber wer sucht, der findet. Da gab es noch ein winziges Restaurantchen mit gerade einmal 5 Tischen, das etwas unauffälig zwischen zwei grossen, schrill bunten Läden mit ziemlich grässlichen Souvenirs eingeklemmt war, und das war noch fast völlig leer. Ich bestellte Tempura-Shrimps und ein Bier. Das japanische Bier schmeckte ausgesprochen gut, allerdings war die grosse Flasche beim besten Willen nicht leer zu kriegen. Was dann allerdings als „Shrimps“ auf den Tisch kam, war gigantisch. Ob die Dinger dort schon immer so gross geworden sind? Man denkt doch unwillkürlich an Strahlung, Mutationen und dergleichen Beunruhigendes mehr.

Begleitet wurden sie von Suppe, Reis, einem Riesenberg Kartoffelsalat und diversen Kleinigkeiten. Gekostet haben sie sehr wenig. Geschmeckt haben sie ganz wunderbar.
Nach dem Essen schleppte ich mich mit meinem sehr vollen Magen doch noch in ein paar Läden und fand tatsächlich noch eine aus Holz geschnitzte Guanyin für meine Sammlung, nicht so perfekt wie die andere, aber auf ihre Art ebenso schön. Und es gab einen Matcha-Laden, wo unvergleichliche Süssgkeiten aus Matcha-Tee verkauft wurden. Zu schade, dass es die zuhause nicht gibt – die machen sicher nicht so dick wie Schokolade…?
Alles in allem ein wirklich schöner Ausflug, auch wenn ich von Hiroshima selbst nur ein paar Hauptstrassen gesehen habe.

Zurück an Bord das übliche Spiessrutenlaufen durch die Reihen der mit Desinfektionsspray bewaffneten Mädels. Amerikaner scheinen zu glauben, dass in allen anderen Ländern die Leute aussätzig sind, oder doch zumindest enorm schmutzig. Dabei ist nun Japan wirklich das sauberste Land, das ich je gesehen habe. Da können wir uns alle eine gewaltige Scheibe abschneiden…


Das Wetter hat seit heute früh mehrere Jahreszeiten ausprobiert: zuerst sonniger Frühling, dann diesiger, nieseliger Herbst, jetzt geht es auf den Winter zu. Da ist es geradezu gut, dass wir von Hiroshima nicht ganz so sensationell verabschiedet werden wie in den anderen Städten. Ein einzelner Trommler legt sich am Kai gewaltig ins Zeug. Er ist sicher sehr gut und soll auch fürchterlich berühmt sein, aber bei dieser Eiseskälte fällt es nicht so schwer, sich in die warme Kabine zurückzuziehen wie bei den tollen Shows, die sie anderswo veranstaltet haben.
Morgen soll es Wind und Seegang geben. Bin sehr gespannt – mir macht das ja Spass, aber morgen ist Seetag, da wäre doch eine gute Gelegenheit, einmal die Pools, Whirlpools und so auszuprobieren. Und bei starkem Seegang werden die ja gesperrt L
Habe mich getraut und zum Abendessen mein Selbstgenähtes angezogen. Hat grossen and anscheinend aufrichtigen Beifall erhalten. Der Schneider, der meine Fehlleistungen korrigiert hat, hat gute Arbeit geleistet…
Seetag.

Wie schön. Ausschlafen, faulenzen, schwimmen. Im Thalasso-Pool herumliegen. Im Whirlpool herumsitzen.

Schwätzen. Meine Tischgenossin, die Zoologin, hält einen Vortrag über Affen. Sehr anrührend. Mache mir ja eigentlich nichts aus Affen, sie erinnern gar zu sehr an uns, aber der Vortrag war wirklich gut.
Heute war auch eine gute Gelegenheit, all den Papierkram, Tagesprogramme, Werbung und so durchzusehen.

Danach habe ich einmal die Läden durchstöbert. Bei meiner Armbanduhr hat die Batterie aufgegeben, und ich hatte gehofft, für wenig Geld etwas Hübsches zu finden. Aber hübsche Uhren gab es nur für sehr, sehr viel Geld. Diejenigen, die man so mal auf die Schnelle als Ersatz hätte kaufen können, haben sich dermassen gegenseitig an Plumpheit und Hässlichkeit übertroffen, dass es mich geschüttelt hat. Beim Juwelier muss man mich für sehr reich gehalten haben – erstaunlich, was sie mir alles als grande occasion unterjubeln wollten. Aber vielleicht hielten sie mich auch nur für blöd. Kann natürlich auch sein.
Bei Kleidung war es ähnlich wie bei den Uhren. Nur ein paar hübsche Tops von Ribkoff gab es. Aber hübsch waren sie nur, bis man sie anfasste; das Material war bemerkenswert schlecht, dafür waren die Preise exorbitant hoch. Und dann gab es natürlich, wie immer auf diesen Schiffen, den Wühltisch. Naja, breiten wir den Mantel des Schweigens über die „Schnäppchen“.
Abends sollten wir uns alle möglichst schön machen. Also Abendkleid, ordentlich gekämmt und dreimal so viel Makeup wie sonst. Überall lauerten Bordfotografen. Ich habe einem besonders Aufdringlichen geschildert, was ich von den Fotos halte, die von ihm oder seinen Kollegen bis jetzt von mir gemacht worden waren. Daraufhin schwor er Stein und Bein, das sei nicht er gewesen, er würde ganz tolle Fotos von mir machen. Habe sie mir am nächsten Tag angesehen und hoffe sehr, dass ich so nicht wirklich ausgesehen habe.
Aber es war allerhand los an Bord. Wir haben unseren schüchternen Kanadier zum Tanzen geschleift, den Fiesta Strings zugehört, nachdem eine Gruppe Osteuropäer dort den Bartresen geräumt hatte – solange die da waren, konnte man nämlich absolut gar nichts hören.

Und natürlich sind wir zum Schluss in meiner Lieblingsbar gelandet, wo eine recht kindliche Quiz-Veranstaltung für Stimmung sorgen sollte.

Zeit zum Schlafengehen.
Und aufwachen im Hafen von Kagoshima. Auf den Ausflug, den ich hier gebucht hatte, war ich sehr gespannt: Samurai-Gärten, Sandbad und Vulkane bis zum Abwinken.

Also die Samurai-Gärten sind eigentlich nicht die Parks, die wir erwartet hatten. Es handelt sich hier um eine Siedlung im Städtchen Chiran, in der nur Samurai wohnten bzw. immer noch wohnen. Die Siedlung ist durch Mauern und Hecken vom Rest des Ortes abgetrennt und in sich geschlossen.


Hier stehen die Häuser einer Reihe von Samurai-Familien. Und zu jedem Haus gehört ein Garten, meistens eher klein, aber was die alles aus so einem bisschen Grundstück herausholen, Wahnsinn.


Da gibt es auf engstem Raum einen Teich mit Koi-Karpfen, einen Bachlauf, wunderschöne Steine, die ein Gebirge in Miniatur darstellen, Skulpturen, Steinlaternen,


sorgfältig mit dem Rechen bearbeitete Sandflächen, fotogen verkrüppelte Bäume und hohe Hecken, die die Nachbargrundstücke ausblenden. Und wo man über die Hecken in das entfernte Gebirge schaut, ergänzt die Form der Hecken den Verlauf der Bergkette auf wundersame Art.

Und jedes Gärtchen ist anders…

Und einmal lief auch ein Mann herum, der so aus-

sah, wie wir uns einen Samurai in Zivil vorstellen. Weiss nicht, ob der echt war?
Hier hätte ich noch lange umherwandern können, aber da sollte ja noch das Sandbad kommen. Ich hatte keine Ahnung, was das sein sollte, und mit dieser Ahnungslosigkeit befand ich mich auch in bester Gesellschaft.
Aber man sah schon während der Fahrt, dass diese Insel wohl besonders nah an der Subduktionszone liegt. Vulkane, wohin man auch schaute.



Das Sandbad stellte sich als vulkanischer Sand heraus, der durch Thermalwasser, das von unten heraufquoll, erhitzt wurde. In diesem Sand wurden wir eingebuddelt, nachdem wir vorher einen langen Marsch durch einen gewaltigen rosa Hotelkasten absolviert hatten und uns in sogenannte Yukatas hüllen mussten.


Wir dachten ja, das wären Kimonos, aber nein, es waren Yukatas, darauf bestand man. Seeeehr bequem. Und sie sahen auch noch irgendwie gut aus, sehr lässig. Wenn das Hotelmanagement soweit gedacht hätte, die zum Kauf anzubieten, hätte ohne Zweifel jede und jeder Einzelne im Bus mindestens eine gekauft. Aber sie haben nicht gedacht. Schade.
Im diesem heissen Sand eingebuddelt zu liegen fühlte sich überaus heilsam an und für die ersten paar Minuten auch sehr gut. Aber lange hielt man das nicht aus. Dann freute man sich über das kalte Wasser im Pool. Wäre sicher eine sehr schöne Idee für einen Senioren-Wellness-Urlaub. Kampf den Zipperlein.
Danach Mittagessen im rosa Hotel. Japaner scheinen sich darauf eingeschossen zu haben, dass man Gästen aus dem westlichen Ausland Schnitzel anbieten muss. Aber hier war es wenigstens aus Kalbfleisch.

Und das Dessert war zwar undefinierbar, aber sehr hübsch angerichtet und schmackhaft.

Nur als ich dem Kellner sagte, ich hätte gerne ein Glas japanischen Weisswein, wurde er ungehalten – den könne man nicht trinken, der tauge nichts, ich solle Pinot Grigio trinken. Er wollte mir partout nicht glauben, dass der Wein aus Sapporo besser ist als sein Pinot Grigio. Meine Tischnachbarn tranken Schnaps aus Süsskartoffeln. Habe ich probiert. Muss ich nicht wirklich haben.
(Übrigens, ich probiere immer erst einmal, was man mir vorsetzt, wenn es nicht zu schnell wegläuft. Danach kann ich immer noch sagen, dass ich es nicht mag. Von vornherein ablehnen, mit der Begründung, dass ich das nicht mag, ohne auch nur die leiseste Ahnung zu haben, was und wie es ist, halte ich für, hm, sagen wir mal, nicht sonderlich schlau. Ich hätte viel zu viel Angst, etwas zu verpassen!)
Danach fuhren wir spazieren, genossen prächtige Ausblicke auf Seen und Vulkane,

einschliesslich eines sehr aktiven solchen, dem Sakarojima. Mal hatte er eine kleine, mal eine grosse Rauchfahne,
eine Zeitlang sogar zwei.

Das muss schon spannend sein, dort zwischen lauter Vulkanen in einem derart aktiven Gebiet zu wohnen.
Einmal hielten wir unterwegs noch an, um eine Raststätte an einem See mit besonders schönem Ausblick auf einen perfekten Vulkan zu besuchen.
Ersatz für den Fujiyama, der sich ja vor uns versteckt gehalten hatte. Dort gab es Schnitzereien zu kaufen, Schnitzereien, sage ich…

Nur schnell weg, ehe es wieder teuer wird…

Übrigens, Kagoshima bot wieder eine ganz tolle Show zum Abschied:

Noch ein letzter Blick auf den eifrig qualmenden Sakarojima:

Und nun zum Rezept:
Tempura-Garnelen mit Kartoffelsalat
Tempura-Garnelen
Rohe Garnelen, möglichst gross und so viele, wie ihr schafft
Kopf, Panzer und Darm entfernen, Schwänze dranlassen. Gut abtropfen lassen.
Für den Teig: Fertige Teigmischung
oder
1 Eigelb
ca. 300 ml Eiswasser
ca 250 g Tempuramehl
Vermischen und leicht aufschlagen.
Garnelen mit Mehl bestäuben, danach in den Teig tunken und in 170°C heissem Öl fritieren. Anschliessend auf Haushaltspapier abtropfen lassen.
Kartoffelsalat (für 4 Personen)
8-10 mittelgrosse , mehlig kochende Kartoffeln
2 Waschmöhren
1 kleine Gurke (am besten sind die kleinen Einmachgurken, wenn sie gerade Saison haben, aber davon dann 2)
1 Ei
1 Zwiebel
2 EL junger Gemüsemais
Japanische Mayonnaise nach Geschmack (gibt es bei Amazon)
1 Schuss Milch
½ Tl Wasabi (oder weniger, wer’s nicht so scharf mag
Kartoffeln in der Schale kochen, danach pellen und grob zerdrücken; es sollten noch hie und da Stücke erkennbar sein. Ei hart kochen und danach sehr fein hacken. Karotten raspeln und in kochendem Wasser blanchieren, abschütten. Zwiebel und Gurke in hauchdünne Scheibchen schneiden und mit Salz kneten, damit überschüssiges Wasser, Bitterstoffe und Schärfe austreten und die Scheiben elastisch werden. Anschliessend gründlich abspülen und auf Haushaltspapier abtropfen lassen. Alle Zutaten vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und abkühlen lassen.








Ein paar Verkaufsstände gab es auch, wo man lokale Souvenirs, gewaltigen Kitsch, Jacken, Stolen und Tischläufer aus zerschnittenen alten Kimonos und auch richtige Kunst kaufen konnte. Ein ziemlich alter Mann sass über seine Tuscharbeiten gebeugt und produzierte sehr feine Repliken bekannter japanischer Kunstwerke, für die er erschreckend wenig Geld haben wollte. Als ich ihm ein paar abkaufte und mir Sorgen machte, dass er sich die Augen kaputt macht, hat er mir gleich noch eins dazu geschenkt.



































man durfte auch in die Häuser, also in einige,









































Reisemitbringsel: Küchengeräte! Kühlschrankmagnete, die Tempurashrimps, Chilies und angebissenen Schokoladetafeln zum Verwechseln ähnlich sahen!

war das Licht nicht zum Fotografieren geeignet, so dass ich hier nur einen besonders hübschen Kimono zeigen kann, den ich in Tokio in einem Schaufenster gesehen hatte.










nicht so ganz das, was man erwartet. Aber der Fahrer war nett, hat unterwegs viel erklärt und viele nützliche Tips gegeben
waren komfortabel und gut ausgestattet, das Frühstück war hervorragend und die Mitarbeiter(innen) an der Rezeption erste Sahne.




uchen, wo die Caipi am besten schmeckte. Essen war schon schwieriger. Da half nur durchprobieren.
und die vielen Inseln und über das Meer gezeigt.















Rolltreppe und dann – Nebel. Während ich die Rolltreppe hinauf fuhr, kam immer mal schemenhaft ein riesiger, gespenstischer Umriss zum Vorschein.
Viele haben versucht, einen Eiffelturmeffekt zu erzielen, indem sie vorgaben, mit der Hand die Statue zu stützen, aber ich glaube nicht, dass die Perspektive dafür so recht geeignet war.

zu suchen und auch für Pedro einen freizuhalten, während er einen Parkplatz suchte. Aber er kam und kam nicht, und die Kirche wurde immer voller. Den Platz noch länger freizuhalten war ganz unmöglich. Während des Gottesdienstes kam immer wieder eine Einlage mit Gesängen; allerdings waren die sicher eindrucksvoller, als es im zugehörigen Kloster noch mehr Mönche gab. Und diese vielleicht auch ein bisschen jünger waren. Die paar alten Männlein und die hervorragende Akustik der Kirche gaben ihr Bestes, aber was bei mir im hinteren Teil der Kirche ankam, war doch recht schwächlich und dünn, ein bisserl zerrupft halt. Trotzdem war der Gottesdienst ein Erlebnis, denn die meisten Anwesenden schienen von so tiefer Religiosität und Inbrunst erfüllt, dass diese fast greifbar schienen.
Da musste ich natürlich nachschauen: allem Anschein nach ein Strassenfest. Eine Band spielte, viele Leute hatten viel Spass bei Barbecue, Rotwein und Bier. Am liebsten hätte ich mich dazugesetzt, aber es gab noch so viel zu gucken! Schliesslich, als ich müde wurde, setzte ich mich für eine Weile auf eine Bank am Hafen, schaute den Möwen zu und den Schiffen, die gelegentlich weiter draussen vorbeizogen und freute mich auf’s Abendessen.





Verkäufer liefen von einem zum anderen und versuchten, Erdnüsse und Souvenirs Made in China an den Mann und an die Frau zu bringen.

wo ich mir dann auch einen grossen Teller getrüffelte, hausgemachte Pasta, ein Glas kühlen Wein und zum Nachtisch Panna Cotta gönnte.
einkaufen, Museen. Fangen wir mal mit den Museen an: für die wichtigsten hatte ich die Karten schon zuhause über das Internet gekauft. Praktisch ist, dass sie immer für eine bestimmte Zeit gelten. Unpraktisch ist, dass man zuhause nur eine Art Berechtigungsschein ausdrucken kann. Mit dem muss man sich dann pünktlich vor der Kartenausgabe anstellen und mit der Karte steht man dann vor dem Eingang noch einmal Schlange – aber zugegeben, die Schlangen der Besucher ohne Vorabreservierung sind deutlich länger.



















Aber es gibt zu viele interessante Angebote aus der Küche. Und während man da sitzt, den Sonnenuntergang geniesst, den Ruderern nachschaut, mit anderen Gästen Erfahrungen und Tips austauscht, ein Glas Wein nach dem anderen trinkt und sich verwöhnen lässt, möchte man die ganze Welt umarmen.



vorher nicht gesehen hatte.

mit einer prachtvollen Aussicht über Florenz gibt. Hier möchte man ewig bleiben, einen Cappuccino trinken, oder ein Glas Wein – von hier geht es ja nur noch gemütlich bergab, hinunter zum Ufer des Arno.
Zumindest beim Dom lohnt es sich während der Hauptreisesaison durchaus, eine Eintrittskarte schon im Voraus zu buchen.

















oder auf eine Strasse voll prachtvoller Fachwerkhäuser. Der Service ist angenehm, freundlich, schnell und unaufdringlich und das Essen:






















Die Burg und das dazugehörige Dörfchen sind bezaubernd und dass man uns im Dorflädchen am Fuss der Burg noch ein paar Flaschen gekühltes Wasser verkaufte, obwohl eigentlich schon Ladenschluss war, hat uns zutiefst beeindruckt – wie oft habe ich anderswo schon gehört: nee, das geht jetzt nicht mehr, wir haben schon Kasse gemacht, obwohl noch eine Viertelstunde Zeit war bis Ladenschluss…





Der Sonntag war Lauftag. An den Elbufern entlang, immer wieder neue Ausblicke auf die Dresdner Silhouette entdeckend.



Eindrucksvoll, sehr eindrucksvoll, insbesondere, wenn man sich die Baugeschichte durchliest und dann nach den dort beschriebenen Details Ausschau hält.



Da wird leider gerade schwer gebaut und renoviert. Aber die wichtigsten Werke sind ausgestellt.
in der Terrassengasse zwischen Brühlscher Terrasse und Hilton (auch da muss ich jedes Mal hin! Leider öffnen sie jetzt zu spät zum Frühstücken, aber einmal muss ich hin, denn es gibt dort unglaublich viel zu gucken, und man kann alles kaufen – den Stuhl auf dem man sitzt, den Tisch, auf dem der Teller steht, die Lampe, unter deren Schein wir die Speisekarte lesen, die Bilder an der Wand – einfach alles!) ging es dann noch ins Albertinum zu den Neuen Meistern.






















erstklassigen (einheimischen!) Käse, Oliven, die mit Chilies gefüllt waren, Ceviche, eine Muschelsuppe mit geräucherten Muscheln,
gebratene Kartoffelküchlein mit Schwartenstückchen (dänische Art),
in Court-Bouillon sautierten Fisch auf Kartoffelscheiben mit frischen Limabohnen, Chili- und Paprikajulienne.
Abgerundet wurde das Ganze dann noch mit frischen Kirschen und einem überaus leichten Sabayon mit frischen Heidelbeeren. Fusion cooking vom Feinsten…




















